
Moin,
nun folgen ein paar Worte zur aktuellen Lage auf dem sonst eher unpolitischen Account:
Ich habe folgendes schon mal erwähnt: auch wenn ich selbst ein politischer und politisierter Mensch bin, so möchte ich diesen Account, der eigentlich nur der Kunst und der Schreiberei (meiner!) dient, möglichst frei halten von Tendenzen, Meinungen und Wertungen meinerseits.
Ad Reinhardt hat mal ganz treffend gesagt: „Kunst ist Kunst, und alles andere ist alles andere.“
Ja, durchaus. Doch jeder markante und spruchreife Ausdruck hat seine Grenzen und das Zugespitze und Sentenzhafte erschöpft sich selbst darin, zugespitzt und sentenzhaft zu sein – angesichts der Realität.
Es herrscht Krieg in Ukraine und das erfüllt mich, der ich mich immer als Europäer gesehen habe und weiterhin sehe (mit türkischen Wurzeln und Blüten und in Deutschland lebend, die deutsche Literatur liebend und atmend) – dies alles, was geschieht, erfüllt mich mit unendlicher Traurigkeit und gleichzeitiger Wut.
So, jetzt ist es raus.
Ich habe kein Rezept und keine Tipps, wie man mit dem Krieg und den Nachrichten umgehen kann und sollte.
Ich sage nur eines (und dann höre ich auf zu reden, versprochen): tretet alle für das ein, was wichtig ist. Europa, Freiheit, Miteinander, Frieden. Geht morgen (und an anderen Tagen) in Hamburg und überall auf die Straße und steht dafür ein.
Ich für meinen Teil, werde weiter hier über meine Schreiberei posten und weiter machen.
Des weiteren spende ich den gesamten Umsatz, den ich durch die Bücherverkäufe mache an Hilfsorganisationen für die Ukraine.
Soweit von mir.
Seid weiterhin gut und lieb zueinander. Die Welt braucht das nach wie vor.
Cheers,
Eto