Erzählt es Gott und dem Teufel und die Bedeutung darüber, einem Jungen das Hemd in die Hose zu stecken und seine Haare zu kämmen

In den vergangenen Tagen habe ich erneut meinen noch unveröffentlichten Roman gelesen und hie und da zum Feinschliff angesetzt, was – um der Wahrheit die Ehre zu geben – nicht wenig zu tun war. Was ich da vor mir hatte, war die Arbeit eines halben Jahres.

In dieser ersten Phase schrieb ich die Rohfassung in einer fabelhaften Stimmung: die meiste Zeit schneller als ich dachte und ich fühlte mich großartig dabei. Dann kam die Zeit, in der ich das Baby ruhen ließ und in meinem Kopf ein wenig Freiraum schaffte. Nach ein oder zwei Monaten (es könnten aber auch nur ein oder zwei Wochen gewesen sein – Ungeduld ist mein zweier Vorname) nahm ich das Manuskrpit zur Hand, Ernüchterung setzte ein und was am Ende des Redigierens und Umschreibens übrig blieb, trug den zweifelhaften Namen Erstfassung.

So, ein Teil ging dann als Leseprobe zu den Agenturen (inkl. Exposé – was für ein Pest im Arsch es ist, ein Exposé zu schreiben, darüber soll hier geschwiegen werden) und dort vergammelt das Paket vermutlich noch immer.

Vor einigen Wochen habe ich mir ein Herz gefasst und ein paar Verlage angeschrieben. Ein Haus möchte nun das ganze Manuskript.

Also sind meine Frau und ich nochmal durch den ganzen Roman und haben geschliffen, gestrafft, poliert und einige Akzente versetzt. Dann haben wir einige Gebete gen Himmel geflucht und Erzählt es Gott und en Teufel abgeschickt.

Möge damit nun immer geschehen, was die Weisen, die dies sehen und hören mögen, für richtig halten.

De profundis konnte ich in den letzten Tagen (die vollgestopft waren mit Zeugniskonfis und mdl. Prüfungen) noch nicht in die Zweitfassung überführen. Manchmal ist das so, aber das wird noch.

Wenn nicht dieses, so nächstes Wochenende.

Am Ende nun direkt zu dir: lieber, treuer Leser und Leserin.

Danke, dass du die Zeilen hier liest. Durch dich, wird es erst.

Cheers,

Ethem

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